Tarifrunde in der Metall & Elektroindustrie Warnstreik bei BorgWarner in Markdorf

Beschäftigte erhöhen den Druck in der Tarifrunde

Wehende IG Metall-Fahnen.

2. November 2026 2. November 2026


Mit einem Warnstreik haben die Beschäftigten von BorgWarner in Markdorf heute ein deutliches Zeichen in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie gesetzt. Nach der zweiten Verhandlungsrunde zwischen IG Metall und Arbeitgebern sehen die Beschäftigten weiterhin keinen ausreichenden Willen der Arbeitgeberseite, ein tragfähiges Angebot für Einkommen und Beschäftigungssicherung vorzulegen.

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Aus Sicht der Beschäftigten geht es dabei nicht nur um eine angemessene Entgelterhöhung, sondern auch um die Zukunft der industriellen Standorte und Arbeitsplätze in der Region.

 

Martin Palmer, Betriebsratsvorsitzender bei BorgWarner Markdorf, erklärte: „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben in den vergangenen Jahren enorme Herausforderungen bewältigt und einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens geleistet. Sie erwarten zu Recht, dass ihre Leistung anerkannt wird. Gleichzeitig brauchen die Menschen Klarheit darüber, wie die Zukunft des Standorts Markdorf aussieht. Gute Arbeit und sichere Perspektiven gehören zusammen.“

 

Die Beschäftigten machten während des Warnstreiks deutlich, dass sie von den Arbeitgebern mehr erwarten als allgemeine Absichtserklärungen. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen der Automobil- und Zulieferindustrie seien Investitionen, Innovationen und eine langfristige Standortsicherung erforderlich. Frederic Striegler, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen, betonte: „Die Beschäftigten bei BorgWarner senden heute ein klares Signal: Sie erwarten ein Angebot, das ihre Leistung respektiert und gleichzeitig Perspektiven für die Zukunft schafft. Wer die Transformation erfolgreich gestalten will, muss die Menschen mitnehmen, die diese Unternehmen tagtäglich tragen. Dazu gehören faire Entgelterhöhungen ebenso wie Investitionen in Standorte und Beschäftigung.“

Die hohe Beteiligung am Warnstreik unterstreicht nach Ansicht der IG Metall die Entschlossenheit der Beschäftigten. Sollte es in den weiteren Tarifverhandlungen keine deutliche Bewegung geben, sind zusätzliche Aktionen in den Betrieben der Region nicht ausgeschlossen.

 

 

 

Die IG Metall macht deutlich, dass die Beschäftigten bereit sind, ihren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Industrie zu leisten. Nun seien die Arbeitgeber gefordert, mit einem verhandlungsfähigen Angebot ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

 

Insgesamt haben sich an den heutigen Warnstreikaktivitäten in vier Betrieben, BorgWarner in Markdorf, Amcor in Singen, 3A in Singen sowie Constellium in Singen und Gottmadingen, insgesamt 2.290 Beschäftigte beteiligt.