Tarifrunde in der Metall & Elektroindustrie Warnstreik bei Allweiler in Radolfzell

Beschäftigte erhöhen den Druck in der Tarifrunde

Wehende IG Metall-Fahnen.

4. November 2026 4. November 2026


Mit einem Warnstreik erhöhen die Beschäftigten der Allweiler GmbH in Radolfzell den Druck in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg. Die IG Metall hat die Beschäftigten dazu aufgerufen, ihre Forderungen nach einer spürbaren Entgelterhöhung und der Sicherung ihrer Kaufkraft mit einer Arbeitsniederlegung zu unterstreichen. Hintergrund ist die zweite Verhandlungsrunde, in der die Arbeitgeber aus Sicht der IG Metall kein ausreichendes Angebot vorgelegt haben. Die Beschäftigten erwarten eine faire Beteiligung an der wirtschaftlichen Entwicklung und ein klares Signal der Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit.

Anja Degen, Betriebsratsvorsitzende der Allweiler GmbH, erklärt: „Unsere Kolleginnen und Kollegen sorgen jeden Tag mit ihrem Fachwissen, ihrem Engagement und ihrer Flexibilität dafür, dass Allweiler erfolgreich am Markt bestehen kann. Sie haben in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, Herausforderungen zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Deshalb erwarten die Beschäftigten jetzt ein Tarifangebot, das ihrer Leistung gerecht wird und ihre Kaufkraft sichert.“ Degen macht deutlich, dass die Belegschaft geschlossen hinter den Forderungen der IG Metall steht: „Wer motivierte Fachkräfte halten und gewinnen will, muss den Menschen zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Die Beschäftigten sind bereit, ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens zu leisten. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug.“ Frederic Striegler, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben und Singen, betont: „Die Beschäftigten bei Allweiler senden heute ein klares Signal an die Arbeitgeberseite. Sie erwarten eine faire Entgelterhöhung und einen Abschluss, der ihre Kaufkraft stärkt. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig engagierte und qualifizierte Beschäftigte für den Erfolg eines Unternehmens sind. Wer die Zukunft der Industrie sichern will, muss in die Menschen investieren.“ Weiter erklärte Striegler: „Die große Beteiligung an den Warnstreiks in der Region zeigt, dass die Enttäuschung über das bisherige Arbeitgeberangebot groß ist. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht, dass ihre Leistung anerkannt wird. Dafür setzen sie heute ein starkes Zeichen.“

Insgesamt beteiligten sich am heutigen Tag in der Region fünf Betriebe an den Warnstreikaktionen: Liebherr in Friedrichshafen, RRPS (MTU) in Friedrichshafen, Airbus Defence & Space und Hensoldt in Immenstaad und Allweiler in Radolfzell. Insgesamt folgten 2.850 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall und beteiligten sich an den Arbeitsniederlegungen.