Die IG Metall unterstützt die gemeinsame Resolution der Beschäftigten und der drei Betriebsratsgremien von Constellium, Amcor Flexibles Singen und 3A Composites zur Zukunft des Industriestandorts Singen – Alugelände. Alle drei Betriebsratsgremien haben der Resolution zugestimmt. Die Resolution macht deutlich, dass die Sicherung regionaler Lieferketten, verlässliche politische Rahmenbedingungen und ein gemeinsames Handeln der Unternehmen zentrale Voraussetzungen dafür sind, den Industriestandort Singen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Parallel werden derzeit von den Beschäftigten Unterschriften gesammelt, um der Forderung nach einem zukunftsfähigen Standort zusätzlichen Rückenwind zu verleihen.
Luis Brito, Betriebsratsvorsitzender von Amcor Flexibles Singen, betont die dringend notwendige Unterstützung durch die Politik: „Unsere Industrie kann nur bestehen, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Wir brauchen Energiepreise, die international wettbewerbsfähig sind – sonst verlieren wir unseren Standort schrittweise an Länder mit niedrigen Kosten. Die Politik muss handeln, damit wir die industrielle Zukunft hier in Singen sichern können.“
Bernhard Widmann, Betriebsratsvorsitzender von Constellium Singen, hebt die Verantwortung der Unternehmen und die Notwendigkeit eines engen Schulterschlusses hervor: „Unternehmensentscheidungen wirken immer auf den gesamten Standort – deshalb sollten die Standortgeschäftsführungen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ich erwarte, dass diese aktiv aufeinander zugehen: preislich dort, wo es möglich und sinnvoll ist, und strategisch im Interesse stabiler regionaler Lieferketten. Und ich erwarte, dass wir gemeinsam als Arbeitnehmervertreter und Arbeitgeber, gegenüber der Politik geschlossen auftreten, damit Energiepreise, Bürokratie und internationale Wettbewerbsbedingungen endlich fair gestaltet werden.“
Alexander Siegel, Betriebsrat bei 3A Composites, unterstreicht den besonderen Charakter des Industrieverbunds in Singen: „Singen lebt von einem eng vernetzten, gewachsenen Industriestandort. Dieses Miteinander ist ein Alleinstellungsmerkmal, das es zu schützen gilt. Die Politik muss diese regionalen Wertschöpfungsketten fördern – durch weniger Bürokratie, faire Marktregeln und eine konsequente Unterstützung energieintensiver Industrien. Unser Ziel ist klar: ein zukunftsfähiger Standort mit sicheren Arbeitsplätzen.“
Auch die IG Metall stellt klare Erwartungen an Unternehmen wie Politik. Frederic Striegler, 2. Bevollmächtigter der IG Metall, erklärt: „Singen ist ein Standort, der seit Jahrzehnten auf Kooperation, gemeinsamer Infrastruktur und regionalen Lieferketten basiert. Unsere klare Erwartung ist: Unternehmen und Politik müssen ihrer Verantwortung gerecht werden. Die Unternehmen müssen enger zusammenrücken – und die Politik muss endlich die Voraussetzungen schaffen, damit industrielle Wertschöpfung hier bleiben kann.“
Die IG Metall ruft Beschäftigte, Bürgerinnen und Bürger sowie regionale Partner dazu auf, die Resolution mit ihrer Unterschrift zu unterstützen und damit ein deutliches Signal für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Alugeländes zu setzen.
Für Rückfragen: Frederic Striegler
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Mobil: 0160/ 5331138